Psychische Gefährdungsbeurteilung – von der Pflicht zur Kür – Was macht Ihr Unternehmen dazu bereits?

By: | Tags: | Comments: 0 | April 12th, 2017

Unsere Psyche ist im Arbeits- und Privatleben verschiedensten Einflüssen ausgesetzt, die einen stärken, aber auch schwächen können. Im Arbeitsleben können vor allem Zeit-und Leistungsdruck sowie Defizite im Betriebsklima zu einer steigenden psychischen Belastung führen. Das schadet langfristig der Gesundheit- der des Mitarbeiters, aber auch der des Unternehmens.
Unternehmen sind inzwischen laut dem Arbeitsschutzgesetz (§5) verpflichtet, ihre herkömmliche Gefährdungsbeurteilung um die Analyse von psychischen Belastungen zu erweitern. Die Methode wird dabei allerdings nicht vorgegeben. Einige Unternehmen machen es sich einfach, um den gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, andere aber machen sich hingegen grundlegend Gedanken und wollen das Thema zielgerichtet angehen. Zum Wohle des Mitarbeiters und des Unternehmens.
Doch wie kann die Kür einer psychischen Gefährdungsbeurteilung aussehen?

Umsetzung bei INTEGION – psyGB®

INTEGION hat deshalb ein eigenes Verfahren zur psychischen Gefährdungsbeurteilung „psyGB®“ entwickelt, welches inzwischen bei unterschiedlichen namenhaften Kunden zum Einsatz kommt. INTEGION begleitet Unternehmen als Experte bei einzelnen Schritten oder im Allroundpaket.

Die Unternehmensspitze sowie die Stakeholder des Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden dabei von Anfang an eingebunden, denn sie sind es, die mit uns hinter den drei Grundprinzipien unserer psyGB® stehen müssen: Die psyGB® ist „potentialorientiert, persönlich und partizipativ“. Das bedeutet neben der Erfüllung des gesetzlichen Auftrages ist unser Bestreben, die Arbeit besser zu machen. Zu der Beurteilung gehört dabei zum einen die objektive Sicht auf die Arbeitssituation, zum anderen aber auch das individuelle Erleben dieser Beanspruchung. Genau dies macht den psyGB® einzigartig. Außerdem beziehen wir die Mitarbeiter aktiv in die Maßnahmenentwicklung ein, denn sie sind die Experten ihres Arbeitsplatzes.

Auf einen guten Start kommt es an: Eine transparente Kommunikation während des gesamten Verlaufs, holt die Mitarbeiter im Unternehmen ab und sorgt für eine rege Beteiligung. Nachdem ein Projektteam definiert wurde (Unternehmensführung, Personalabteilung, Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung, Arbeitssicherheit, Gesundheitsmanager, Arbeitsmedizin, INTEGION GmbH), werden die Arbeitsbereiche festgelegt. In den meisten Kundenunternehmen startet INTEGION vor dem Ausrollen der psyGB® ein Pilotprojekt, denn jedes Unternehmen hat seine eigenen Rahmenbedingungen und Bedürfnisse. Jede Untersuchungseinheit – meist unterteilt nach Abteilungen mit einer Mitarbeitergröße von 20 bis 200 Mitarbeitern – durchläuft dabei die beiden Kernphasen des psyGB-Verfahrens: Die psyGB-Befragung sowie die psyGB-Maßnahmenentwicklung.

Der Fragebogen

Die Befragung beinhaltet 22 Fragen gemäß GDA-Standard. Jede Frage wird zweimal beantwortet: Inwiefern treffen die Aussagen zu? Und wie stark fühlt sich der Mitarbeiter dadurch beeinflusst? Daraus abgeleitet wird der psyGB ® -Index. Danach folgt ein 4-stündiger moderierter Workshop. Vertreter der Belegschaft erarbeiten zusammen mit der Führungskraft Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz, wobei die Befragungsergebnisse als Arbeitsgrundlage dienen. Die entsprechenden Verbesserungsvorschläge werden dokumentiert und die Verantwortlichkeit für die Umsetzung der Maßnahmen in die Hand der Führungskraft übergeben. Von Auftaktveranstaltung bis zum Workshop vergehen in der Regel 6 bis 8 Wochen. Nach einem festgelegten Zeitpunkt wird in einer erneuten Befragung die Umsetzung und die Wirksamkeit der erarbeiteten Maßnahmen geprüft, weiterentwickelt und fortgeschrieben.

Sie haben Interesse an einer Beratung zu dem Thema? Gerne können Sie unsere Experten kontaktieren.

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