BGM versus BGF

By: | Tags: | Comments: 0 | Juli 5th, 2017

Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) wird oft mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) gleichgesetzt. Hier besteht allerdings ein großer Unterschied. Letzte Woche haben wir bereits einen Blogbeitrag zum Thema BGM veröffentlicht. Diese Woche wollen wir nun näher auf das Thema BGF eingehen.

BGF ist eine Unternehmensstrategie die darauf abzielt, Erkrankungen vorzubeugen, das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern und Gesundheitspotenziale zu stärken. Gemäß der Luxemburger Deklaration umfasst BGF „alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz“. Dies kann durch die Verknüpfung folgender Ansätze erreicht werden:

  • Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen
  • Förderung einer aktiven Mitarbeiterbeteiligung
  • Stärkung persönlicher Kompetenzen

Man unterscheidet in der Betrieblichen Gesundheitsförderung zwischen verhaltensorientierten und verhältnisorientierten Ansätzen. Verhaltensorientierte Ansätze beziehen sich auf das Verhalten der Beschäftigten in Beruf und Freizeit. Beispiele hierfür wären Sport- und Bewegungsangebote, Ernährungsberatungen oder auch Gesundheitsscreenings. Verhältnisorientierte Ansätze hingegen zielen auf die Arbeitsbedingungen. Gesunde Kantinenkost und eine gesundheitsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes sind Beispiele dafür..

Bei der Auswahl und Umsetzung von BGF Maßnahmen empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen.

Zu Beginn steht die Analyse des Status quo. Um die passenden Maßnahmen im Unternehmen anbieten zu können, muss die gesundheitliche Verfassung des Unternehmens bekannt sein. Wo gibt es Probleme oder Risiken? Gibt es nicht genutzte Potenziale? Darauf aufbauend werden Ziele gesetzt, Handlungsbedarfe festgestellt und Maßnahmen festgelegt.

Nachdem die Maßnahmen festgelegt wurden beginnt jetzt die Umsetzung. Zu Beginn ist es sinnvoll, sich für Maßnahmen mit relativ geringem Aufwand zu entscheiden.

An dritter Stelle werden dann die Maßnahmen evaluiert und deren Wirksamkeit bewertet.

Darauf aufbauend werden die Maßnahmen weitergeführt, bei Bedarf verbessert und ausgebaut.

Integion bietet eine ganze Bandbreite an Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung an. Schauen Sie doch mal auf der Homepage (www.integion.de) vorbei.

 

 

Quellen:

Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union

Uhle, T. & Treier, M. (2013). Betriebliches Gesundheitsmanagement. Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt – Mitarbeiter einbinden, Prozesse gestalten, Erfolge messen (2., überarbeitete Auflage). Berlin Heidelberg: Springer-Verlag.

Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (Hrsg.) (2015). Betriebliche Gesundheitsförderung. Checkheft für kleine und mittlere Unternehmen. Bonn: Köllen Druck & Verlag GmbH.

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