Der Gesundheitszirkel – ein wichtiges Interventionsinstrument im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

By: | Tags: | Comments: 0 | Juni 14th, 2017

Schon seit den 90er Jahren werden in vielen Unternehmen bei Vorliegen von unspezifischen Problemlagen Gesundheitszirkel durchgeführt. Die Vorgehensweise des zum Gesundheitszirkel gehörenden Projektmanagements ist weitgehend standardisiert und erfolgsversprechend. Doch wie bildet man einen Gesundheitszirkel, was sind die Hauptaufgaben und was sind mögliche Hindernisse?

Wer nimmt am Gesundheitszirkel teil und was sind die Aufgaben?
Die Teilnehmer des Gesundheitszirkels sind:
– ein Moderator
– der Betriebsrat
– eine Fachkraft für Arbeitssicherheit
– der Betriebsarzt
– der Abteilungsleiter
– der Vorgesetze
– und mehrere Beschäftigte

Die Arbeitsweise im Gesundheitszirkel möchte „Betroffene zu Beteiligten machen“ auch in Fragen der Gesundheit. Die Hauptaufgabe des Gesundheitszirkels lautet, unter Einbeziehung des Erfahrungswissens der Beschäftigten, Belastungen auf technischen, organisatorischen und menschlichen Ebenen zu erfassen und Verbesserungsvorschläge im Hinblick auf eine gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung zusammenzutragen und einen Umsetzungsplan hierfür zu erarbeiten.
Bei den Verbesserungsvorschlägen handelt es sich zum Beispiel um Ideen zur Verbesserung von Arbeitsabläufen und Organisation, Vorschläge zur besseren Kommunikation und Zusammenarbeit oder auch Vorschläge zur Sensibilisierung des Gesundheitsbewusstseins der Führungskräfte und der Mitarbeiter.
Ein neutraler Moderator sorgt für eine ergebnisorientierte Gesprächsführung, dokumentiert Ergebnisse und unterstützt das Unternehmen bei der Organisation.

Phasen und Dauer eines Gesundheitszirkels
Der Gesamtzeitraum von der ersten Datenanalyse bis zum Abschlussbericht inklusive Evaluationsstudie erstreckt sich durchaus über mehr als ein Jahr. Dieses Konzept versteht sich als ein „integriertes Stufen- bzw. Gesamtkonzept“, bestehend aus den Phasen Analyse (Gesundheitsbericht und bei Bedarf Mitarbeiterbefragung), Intervention (Gesundheitszirkel und Umsetzung von Verbesserungsvorschlägen) und Evaluation (Wirksamkeitsanalyse).

Welche Hindernisse können sich einem in den Weg stellen?
Gesundheitsbewusstsein schaffen braucht Zeit: Ein mögliches Hindernis ist, dass das Verständnis von der Entstehung eines Gesundheitsbewusstseins nicht realistisch ist. Es wird dabei weniger als Lernprozess verstanden, was es tatsächlich ist, sondern als eine Verordnung.

Unrealistische Zielsetzungen:
Oft wollen Projektverantwortliche unter Zeitdruck zu viel erreichen. Eine überzogene Erwartungshaltung, bei der Erfolge schnell messbar sein müssen kann sich kontraproduktiv auswirken.

Bereitschaft zur Veränderung: Jede Intervention bedeutet auch eine bewusste und gewollte Veränderung – häufig besteht nicht tatsächlich die Bereitschaft, diese Veränderung umzusetzen.

Warten bis zur Eskalation: Oft wird erst gehandelt, wenn das Fass übergelaufen ist. Also warten Sie nicht, bis langbekannte Probleme oder Defizite „überreif“ sind!

Sie möchten einen Gesundheitszirkel in Ihrem Unternehmen realisieren? Gerne beraten wir Sie hierzu und stellen Ihnen einen kompetenten Moderator zur Seite. Kontaktieren Sie uns!

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