„Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat“

By: | Tags: | Comments: 0 | Juni 28th, 2017

Der DAK-Gesundheitsreport 2017 zeigt einen durchschnittlichen Krankenstand pro Mitarbeiter von 3,9 % für das Jahr 2016 auf. Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, psychische Erkrankungen sowie Erkrankungen des Atmungssystems stellen dabei mehr als die Hälfte aller Krankheitstage (54,0 %) dar. Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jedoch eine wichtige Ausgangsbasis für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Nicht zuletzt nimmt dadurch die Bedeutung eines ganzheitlichen und integrierten BGM immer weiter zu. Weitere Gründe, weshalb das Thema Gesundheitsmanagement präsenter in deutschen Unternehmen wird sind folgende:

  • Demografische Entwicklung und Fachkräftemangel
  • Wertewandel, Gesundheit hat sich zu einem eigenständigen Wert entwickelt
  • Zunahme und Wandel der Zivilisationskrankheiten
  • Nachhaltige Unternehmensführung
  • Anpassungsdruck und ständige Veränderungen
  • Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen (Arbeitsschutzgesetz)

In den letzten Jahren haben sich aus diesem Grund immer mehr Unternehmen für die Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) entschieden. Die Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (2015) zeigt, dass betriebliches Gesundheitsmanagement für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt, unabhängig von Unternehmensgröße und Branche. Während 2009 nur 42 % der befragten Personalmanager angeben, dass BGM zukünftig eine starke Relevanz für das Personalmanagement in ihren Unternehmen einnehmen wird, sind 2013 79 % der Personalmanager dieser Ansicht und 2015 sogar 84 %.

Ziele eines BGM sind, die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern, indem Ressourcen gestärkt und Belastungen abgebaut werden. Zudem sollen Arbeitsprozesse und –organisationen gesundheitsgerecht gestaltet, die Arbeitszufriedenheit erhöht und die Mitarbeiter zu einem gesundheitsgerechten Verhalten motiviert und befähigt werden. Des Weiteren sollen die Arbeitsbelastungen reduziert und der Führungsstil optimiert, der Gesundheitszustand der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert sowie die Produktivität des Unternehmen gesteigert werden.

 

Quellen:

DAK Gesundheitsreport 2017

Deutsche Gesellschaft für Personalführung (2015): DGFP-Studie: Megatrends 2015. DGFP-Praxispapiere Studien 4/2015. DGFP, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V. (Hrsg.) (2014): Integriertes Gesundheitsmanagement – Konzept und Handlungshilfen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG

Pfannstiel, M. /Mehlich, H. (Hrsg.) (2016): Betriebliches Gesundheitsmanagement – Konzepte, Maßnahmen, Evaluation. Springer Gabler

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