Mach mal Pause!

By: | Tags: | Comments: 0 | August 23rd, 2017

Wer häufig Pausen einlegt, wird oft als faul bezeichnet. Richtig ist aber, Sie arbeiten effektiver, wenn Sie mehrere kleine Unterbrechungen in Ihren Arbeitsalltag integrieren.

Den Sportlern ist das Prinzip der Regeneration längst bekannt. In der Erholung gibt man seinem Körper die notwendige Zeit, die Energiespeicher wieder aufzufüllen, Muskelmasse aufzubauen und vor allem sich an die steigenden Anforderungen anzupassen. Bei einer klassischen Arbeitswoche sind Samstag und Sonntag Ruhetage. Doch diese zwei Ruhetage werden im Zeitalter der ständigen Erreichbarkeit immer öfter missachtet.

Doch wie sieht eine gute Pausengestaltung aus?

Lange Pausen sind gar nicht notwendig. Schon sehr kurze Unterbrechungen von etwa einer Minute haben positive Auswirkungen. Grund dafür ist, dass der Erholungseffekt in den ersten Minuten am stärksten ist. Diplom Psychologe Johannes Wendsche von der TU Dresden meint „viele kleine Pausen sind besser als eine große“. Er hat herausgefunden, dass man nach einer zu langen Pause nur schwer wieder in die Arbeit findet. Der Pauseninhalt sollte sich nach der Art der Arbeit richten. Je mehr sich die Pausentätigkeit von der vorherigen Arbeit unterscheidet, desto größer ist der Erholungswert. Wer viel sitzend am Computer arbeitet, sollte in seiner Pause keine digitalen Medien benutzen und sich bewegen. Wer stehend am Fließband arbeitet, sollte seinem Körper jedoch eine Auszeit gönnen und sich hinsetzen oder hinlegen. Einfach ausgedrückt sollte in der Pause die Tätigkeit, die Körperhaltung und der Aufenthaltsort geändert werden.

Wie Sie sicher schon bemerkt haben, haben wir uns letzte Woche auch eine Pause gegönnt. Ab heute wird es aber wieder regelmäßige Blogbeiträge geben.

 

Quellen:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) (Hrsg) (2013). Praxisfeld Arbeiten und Pause. Pausen gesund und aktiv gestalten. Berlin

Kögler, Nicole Franziska: Arbeitsalltag – Mach mal Pause, in: Süddeutsche Zeitung (2011).

Richtig pausieren, in: health@work. Magazin für Betriebliches Gesundheitsmanagement (2013) Nr. 03.

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