Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten!

By: | Tags: | Comments: 0 | Oktober 25th, 2017

Letzte Woche ging es bei unserem Blogbeitrag um das Thema Grippe. Genau genommen darüber, welche vorbeugenden Maßnahmen uns vor einer Grippe schützen können. Neben dem Thema Grippeschutzimpfung sind wir auf die wichtigen Themen Hygiene und gesunde Lebensweise (Bewegung, Ernährung, Schlaf, Genussmittel) eingegangen. Diese Woche wollen wir nun das Thema Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung bei Erwachsenen näher betrachten. Denn obwohl diese wichtig sind und Leben retten können, wissen viele Menschen nicht, welche Vorsorgeuntersuchungen ihnen gesetzlich zustehen.

Neben dem sogenannten Check-up 35, zur Früherkennung von zum Beispiel Nieren-, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes, gehören verschiedene Krebsfrüherkennungsuntersuchungen zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Gesundheits-Check-up sollte ab 35 Jahren alle zwei Jahre durchgeführt werden. Er umfasst folgende Leistungen:

  • Anamnese mit Fragen nach Beschwerden, insbesondere die Erfassung des persönlichen Risikos, zum Beispiel durch Rauchen oder wegen Übergewichts
  • Körperliche Untersuchung (Ganzkörperstatus) einschließlich Messung des Blutdrucks
  • Laboruntersuchung
    • Blut: Gesamtcholesterin, Glukose
    • Urin: Eiweiß, Glukose, rote und weiße Blutkörperchen, Nitrit (Harnstreifentest)

Folgende Krebsfrüherkennungsuntersuchungen werden von der Gesetzlichen Krankenversicherung erstattet:

  • Gebärmutterhalskrebs (jährlich für Frauen ab 20 Jahre)
  • Brustkrebs (jährliche Brustuntersuchung für Frauen ab 30 Jahre, alle zwei Jahre Mammografie-Screening für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahre)
  • Hautkrebs (alle zwei Jahre für Männer und Frauen ab 35 Jahre)
  • Prostatakrebs (jährlich für Männer ab 45 Jahre)
  • Darmkrebs (jährlich für Männer und Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren)

Durch Früherkennungsuntersuchungen sollen Krankheiten oder ihre Vorstufen entdeckt werden bevor sie Beschwerden auslösen. Man muss sich allerdings bewusst sein, dass kein Früherkennungsverfahren zu 100 % genau bzw. treffsicher ist.

In unserem nächsten Blogbeitrag berichten wir wieder aus der Praxis. Wir zeigen wie Unternehmen bei Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen unterstützen können.

 

Quellen:

Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg) (2017) Ratgeber Krankversicherung. Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG.

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