Wir ernten was wir säen…

By: | Tags: | Comments: 0 | September 20th, 2017

Schon seit Jahren suchen die Menschen nach einem Wundermittel, um bis ins hohe Alter gesund zu sein. Die gute Nachricht, die Suche kann beendet werden. Körperliche und sportliche Aktivität ist der Schlüssel zum Erfolg. Es kostet nichts, jeder kann davon profitieren und es wirkt unzähligen Leiden entgegen. Bewegung wirkt sich auf beinahe jeden Teil von Körper, Geist und Seele positiv aus und kann das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko senken. Körperliche Aktivität bezeichnet jegliche durch die Skelettmuskulatur hervorgebrachte körperliche Bewegung, die den Energieverbrauch über den Grundumsatz anhebt. Sportliche Aktivität kann als Untergruppe hiervon angesehen werden. Mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren oder auch Gartenarbeit zählen beispielweise zu körperlichen Aktivitäten. Wohingegen das Training in einem Fitnessstudio oder Vereinssport als sportliche Aktivitäten bezeichnet werden.

Ein angemessenes Maß an körperlicher Aktivität verringert zum Beispiel das Risiko an Brust- oder Darmkrebs, Osteoporose oder Depressionen sowie an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken. Außerdem beugt körperliche Aktivität gesundheitliche Risikofaktoren wie Übergewicht und Adipositas vor und spielt auch in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine große Rolle. Zudem wird körperliche Aktivität auch zur Behandlung von bestehenden Krankheiten eingesetzt, wie zum Beispiel bei Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wenn man diese positiven Auswirkungen von körperlicher und sportlicher Aktivität betrachtet, stellt sich die Frage warum lediglich etwa zwei Fünftel der Erwachsenen und ein Viertel der Minderjährigen die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllen. Demnach sollten Erwachsene mindestens 2,5 Stunden pro Woche mäßig anstrengend körperlich aktiv sein – alternativ können auch 75 Minuten sehr anstrengende körperliche Aktivitäten ausgeübt werden.

Betrachtet man die Empfehlung der WHO wird deutlich, dass man keinen Hochleistungssport betreiben muss. Ein bisschen mehr Bewegung im Alltag kann schon ausreichen. Vor allem die Technik ist heutzutage für den gestiegenen Bewegungsmangel verantwortlich. Es beginnt beim Fahrstuhl, geht über Rolltreppen und Autos bis hin zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig bestimmt das Sitzen als passive Tätigkeit zunehmend unser Berufs- und Arbeitsleben. Nehmen sie mal einen Stift und ein Papier zur Hand und schreiben auf, wieviel Stunden sie am Tag im Sitzen verbringen. Frühstücken, Fahrt zur Arbeit, Büroarbeit, Mittagessen, Büroarbeit, Fahrt nach Hause, Abendessen und so weiter. Erschreckend, finden sie nicht?

Aus diesen Gründen ist es wichtig, mehr Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Dies ist schon mit Hilfe von kleinen Veränderungen möglich.

  • Fahren sie bei schönem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit
  • Steigen sie eine Bahn-/Busstation früher aus
  • Gehen sie kurze Strecken zu Fuß (z.B. Einkaufen)
  • Machen sie nach dem Mittagessen einen Verdauungsspaziergang

Ich denke diese und weitere Tipps sind den meisten aber bereits bekannt. Deshalb ist das Ziel dieses Blogbeitrags, sie an das Thema Bewegung zu erinnern und dafür zu sensibilisieren! Alles was sie jetzt für ihre Gesundheit tun, bekommen sie sofort und auch später zurück. Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung. Es ist auch nie zu spät damit anzufangen.

Quellen:

World Health Organization (2010) Global recommendations on physical activity for health. WHO, Genf.

Robert Koch-Institut (Hrsg) (2015). Gesundheit in Deutschland. Gesundheitsberichterstattung des Bundes. Gemeinsam getragen von RKI und Destatis. RKI, Berlin.

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